Der Außenhandelsminister


Seinen Mitarbeitern ist Rudolf Sallinger als „zähnender Reisender“ oder auch „Flugkilometermillionär“  in Erinnerung geblieben.  Zeit seiner Karriere besuchte der umtriebige Salilnger über 80  österreichische Außenhandelsstellen auf der ganzen Welt. Er hatte sich der Förderung des österreichischen Exports und der österreichischen internationalen Handlungsbeziehungen verschrieben. Frühzeitig den Fuß in der Tür zu haben war das Motto des „heimlichen Außenhandelsministers“  Österreichs, dem die Neugründung der Außenhandelsstellen in Dublin, Düsseldorf, München und Straßburg zu verdanken sind.

Selbst wenn er am Vortag erst spätabends von einer strapaziösen Reise zurückgekehrt war, sah man Rudolf Sallinger bereits frühmorgens wieder in seinem Büro in der Bundeswirtschaftskammer. Sallingers umfassende Auslandserfahrung war ebenso bewundernswert wie die  Intensität seiner Auslandskontakte. Als es um die Beitrittsfrage zur EG ging betonte Sallinger, dass sich der österreichische Wirtschaftsbund als Motor der Europapolitik verstehe  und dass in einem Beitritt Österreichs als Vollmitglied der EG Chance und Herausforderung zugleich lägen.

Gerade in Hinblick auf die europäische Herausforderung sei es notwendig gewesen, Österreich durch eine Mittelstandoffensive europareif zu machen. Österreich durfte nicht zurückbleiben und Außenseiter werde, dafür setze sich Rudolf Sallinger vehement ein.  Als Mitgestalter der österreichischen Mittelstandpolitik und der Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft hat Rudolf Sallinger entscheidend am internationalen Erfolg Österreichs beigetragen.